"Weihnachten up Platt"

04.12.2015

zur diesjährigen traditionellen Adventsversammlung begrüßte Susanne Tamke über 140 Teilnehmer im wunderschön geschmückten Saal im Hiddinger Gasthaus Röhrs. Die LandFrauen aus Buchholz, Rosebruch, Heelsen und Schwitschen sorgten mit ihrem Tisch- und Raumschmuck für eine schöne Adventsstimmung.

Als Erstes verlas Susanne Tamke den Weihnachtsbrief von Frau Barbara  Otte-Kinast (Vorsitzende vom NLV). Danach wurde über die traditionelle Adventssammlung gesprochen. Der Vorstand hatte beraten und entschieden, dass in diesem Jahr die Grundschule in Jeddingen und die neue Bürgerstiftung Visselhövede, jeweils mit 300,00 Euro, bedacht werden. Die zahlreiche Teilnahme zeigt, dass es wichtig ist, beieinander zu sein, miteinander zu singen und zu lachen, füreinander da zu sein, das bringt Weihnachtsstimmung in unsere/alle Herzen.

Nach dem Kaffee trat Renate Kiekebusch und ihr musikalischer Begleiter, Thomas Söller, auf. Sie unterhielten alle Teilnehmer mit amüsanten Geschichten up Platt zur "Wiehnachstied" und die bekannten Weihnachtslieder sangen alle mit. Renate Kiekebusch kommt aus Düdenbüttel, was im Stader Gebiet liegt. Die plattdeutschen Geschichten sind in mehreren Büchern veröffentlicht. Einige Teilnehmer zeigten großes Interesse am Büchertisch.

Fahrt zur VBS Hobbywelt nach Verden

automatische Verpackung

02.12.2015

Einblick in die VBS-Bastelwelt

Die VBS-Bastelwelt in Verden war das Ziel unseres letzten Ausfluges in diesem Jahr. Bei einer Betriebsführung erfuhren wir, wie die Logistik aufgebaut ist. Auf 10.000 m² Fläche bietet der Versand ca. 16.000 Artikel für Profi- und Hobbybastler an. Vom Wareneingang über die Datenpflege läuft alles über das elektronische System. Jede Bestellung bekommt am Anfang einen Strichcode, der bis zum Ende die Bestellung begleitet. Es war hochinteressant zu sehen, wie der Versandkarton über 500 m auf dem Versandlaufband mit den bestellten Artikeln befüllt wird und am Ende als fertig gepacktes Paket zur Post geht. Wir waren voller Hochachtung vor dieser logistischen Leistung, wo alles wie kleine Zahnräder perfekt ineinander greift.

eine Fröbelkugel entsteht

Beim anschließenden Workshop zeigten uns die Bastelprofis die Fröbelsterntechnik mit den neusten Papierstreifenmustern. So ging ein erfahrungsreicher Nachmittag mit einem Einkauf im Bastelmarkt zu Ende.

es wird fleißig "gefröbelt"

Türkränze aus Naturmaterialien

21.11.2015

Deko für den Advent

Adventskränze und Türkränze aus Naturmaterialien herstellen war das Thema unseres jüngsten Kreativangebotes. Aus Zweigen, Ranken, verschiedenem Tannengrün, Zapfen, Moos und Fruchtständen entstanden wunderschöne Advents- und Türkränze und Kugeln und Sterne für den Garten. Ob klassisch in Rot und Gold oder Ton in Ton, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Mit Stolz präsentierten die Teilnehmerinnen ihre Werke: "Das habe ich selbst gemacht!"

Martinsmarkt

08.11.2015

Martinsmarkt Visselhövede

Traditionell beteiligen wir LandFrauen uns am Martinsmarkt in Visselhövede. Bei schönstem Herbstwetter hatten wir viele Besucher an unserem Stand, die sich mit selbstgebackenen Keksen versorgen wollten. So bietet sich eine gute Gelegenheit, mit Vielen ins Gespräch zu kommen und Werbung für uns LandFrauen zu machen.

Novemberversammlung

Darmmodell

05.11.2015

Die Visselhöveder LandFrauen hatten zu Ihrer Novemberversammlung Frau Anneke Wiese; leitende Oberärztin für Gastroenterologie, Hepatologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin vom AGAPLESION DIAKONIEKRANKENHAUS zum Thema „Der Darm – das unbekannte Organ“ eingeladen. Susanne Tamke sprach in der Einführung zum Thema von einem sehr sensiblen Thema, häufig sei es immer noch ein Tabuthema. Viele Redensarten umschreiben den Darm, bzw. die Verdauung: „Das ist mir auf den Magen geschlagen“ oder „mir kommt gleich die Galle hoch“.

S. Tamke bedankt sich bei Frau Wiese

Frau Wiese berichtete anschaulich, dass unser Darm individuell zwischen 3 m und 6 m lang ist. Bei jedem Menschen mit 75 Lebensjahren reisen etwa 30 Tonnen Speisen, 50.000 Liter Flüssiges und kiloweise Schadstoffe durch unseren Darm. Seine Oberfläche mit den feinen Darmzotten ist ausgebreitet etwa 32 m² groß  (Fläche von zwei Fußballtoren) und 1 bis 1,5 kg Mikroorganismen leben im Darm. Seine Hauptaufgabe ist die Verdauung, die Regulation des Wasserhaushaltes und die Bildung von Abwehrzellen des Immunsystems. Er wünscht sich regelmäßige Bewegung, die Vermeidung von chronischem Stress und eine abwechslungsreiche Ernährung. Jeder sollte die Lebensmittelvielfalt genießen, beim Gemüse und Obst die Regel „Nimm 5 am Tag“ beherzigen und bei der Nahrungszubereitung auf das Braten verzichten. Auch zur Vorbeugung von Krankheiten gibt sie viele Tipps. Zum Schluss fühlen sich alle LandFrauen gut informiert.

Erntedankfest am 04.10.2015


Zum Erntedank geschmückte St. Johannis-Kirche in Visselhövede und St. Nikolaus-Kapelle in Wittorf

Apfelmarkt

03.10.2015

Der Apfelmarkt in Visselhövede und selbstgebackener Apfelkuchen von den LandFrauen gehören bereits zur Tradition. Viele verschiedene Apfel-Blechkuchen dufteten weit und die Besucher ließen es sich schmecken. Übrig blieb nicht ein Stück.

Pilztour nach Helvesiek

Kräuterseitlinge
Shiitake "Garten"
Shiitake

16.09.2015

Fahrt zum Pilzgarten nach Helvesiek

Fast 40 Visselhöveder LandFrauen besuchten den Bio-Edelpilzgarten in Helvesiek. Seit 1996 gibt es diesen Garten, der inzwischen die größte Edelpilzfarm Deutschlands ist und seit 2009 konsequent nach Demeter-Richtlinien produziert. Aber - einen Garten - sahen wir zunächst nicht, sondern mehrere halbrunde Hallen, wie in einem Industriegebiet. Herr und Frau Jonas begrüßten uns auf dem Gelände ihrer Pilzfarm mit den Worten: "Pilze sind unsere Leidenschaft und unser Vorbild, nicht Pflanze - nicht Tier. Pilze sind ganz außergewöhnliche Wesen!"

Diese Edelpilze wachsen in der Natur auf Bäumen oder auf Wurzeln. In Helvesiek sorgt Buchenholzsägemehl für eine natürliche Umgebung. Mrs. Kim und Mr. Park sind zwei Mischmaschinen, die das Substrat mit verschiedenen Mineralien mischen, welches dann in Plastiktüten abgefüllt wird. Riesige, ca. 9m lange Automaten machen das Substrat keimfrei. Danach wird es unter sterilen Bedingungen mit dem Pilzmyzel versetzt. Anschließend werden die Tüten zum Durchwachsen für Wochen bis mehrere Monate in sogenannte Kulturräume aufgestellt.

Frau Jonas zeigt das Wachstum der Pilze. Sie atmen Sauerstoff, geben Kohlendioxid ab und bauen ihre Nahrung mit Hilfe von Enzymen ab. Es wird sehr deutlich, wieviel Liebe und Zeit bis zur Vermarktung nötig ist. Wir beobachten die außergewöhnlich schnelle Handarbeit bei der Ernte der Pilzfrüchte. Alles hat seinen Preis! Jede Pilzsorte hat eine eigene (halbrunde) Halle mit unterschiedlichen Temperaturen und Feuchtigkeitsgraden. In manchen ist das Klima so feucht, dass es von der Decke tropft.

rehbraune Samthauben
Rosenseitlinge
Zitronenseitlinge

Zum Ende sahen wir noch außergewöhnliche Edelpilze, wie Samthauben, Rosenseitlinge und Zitronenseitlinge. Verabschiedet wurde jede LandFrau mit einem Korb Shiitake-Pilze, damit auch in den kommenden Tagen Pilzgerichte an diese Tour erinnern und die Familien teilhaben können.
Wir sagen DANKE für die außerordentlich interessante Führung.

Im Helscher Hus wurden wir LandFrauen mit verschiedenen leckeren Pilzgerichten verwöhnt. Nach einer schmackhaften Pilzsuppe konnte man Käsespätzle mit Shiitake, Aufläufe mit verschiedenen Plilzsorten und/oder Schweinefilet mit Äpfeln und Kräuterseitlingen genießen. Ein lehrreicher Nachmittag endet fröhlich mit der Heimfahrt.

Pflanzenmarkt am Kiekeberg

schöne Kränze
wozu ein Fleischwolf auch geeignet ist

29.08.2015

Kurioses, Raritäten und Altbewährtes

Visselhöveder LandFrauen besuchten den Pflanzenmarkt am Kiekeberg

Der Markt für Gartenliebhaber lockte auch uns LandFrauen zum Kiekeberg. Im Mittelpunkt stand ein umfangreiches Angebot an heimischen und exotischen Pflanzen. Fachkundige Beratungen zur Pflanzenwahl konnten eingeholt werden. Auch gab es Gartenkeramik, Schmiedeeisernes, Rankhilfen und Gartenwerkzeuge zu kaufen. Auf dem Museumsgelände konnten aber auch viele historische Gebäude mit ihren Einrichtungsgegenständen aus früheren Zeiten bewundert werden. So zum Beispiel eine Kornbrennerei, eine Museumsbäckerei und ein Jugendstilmuseumsladen mit allerhand ausgefallenen Geschenken, Spezialitäten und Schätzen.

Ein wunderschöner Ausflug bei herrlichem Sommerwetter, so waren sich die Visselhöveder LandFrauen einig.

GOP Variete-Theater

09.07.2015

FUNtastisch

Das GOP Varieté-Theater in Bremen war unser Ziel zur Show FUNtastisch. Nach einem leckeren Mahl hatten wir einen  Abend mit viel Spaß und Spannung. Moderator Jan Mattheis führte locker-flockig und humorvoll durchs Programm. Mit seinen Puppen Gottfried, dem Skunk und dem Wasserrohrdichter Herrn Lindemann führte er als Bauchredner lustige Dialoge. Aus dem Publikum holte er sich ein Pärchen, was den Spaß großartig mitmachte. Ob Akrobatik mit dem großen Reifen oder am Trapez oder mit vielen Hula Hop Reifen, die perfekte Körperbeherrschung und Anmut ließ uns staunen. Mit scheinbar leichten Kraftübungen im Handstand oder an der Stange zeigten junge Akrobaten, was mit viel Kraft und Training möglich ist. Schnelligkeit und Geschicklichkeit mit dem Diabolo oder die atemberaubenden Trampolinspringer, wir waren begeistert. Auf dem Heimweg haben wir noch viel gelacht über Herrn Riesling und seinen pantomimischen Kampf mit dem Herzluftballon, der ihn scheinbar immer wieder nach oben ziehen wollte.

Aktion "Landwirtschaft für kleine Hände"

12.06.2015

Aktion „Landwirtschaft für kleine Hände" in Wittorf

LandFrauen in ganz Niedersachsen arbeiten mit Kindergärten und Schulen zusammen und bringen so den jungen Verbrauchern die moderne Landwirtschaft näher. Die Kinder lernen spielerisch Tiere, Geräte, Obstsorten und Getreide kennen. NLV-Info-Flyer

Familie Heldberg mit ihrem großen Hof in Wittorf engagierte sich und hatte 25 Kinder aus der Wittorfer Zwergenstube mit ihren vier Betreuerinnen zu Gast. Die Kinder wollten und sollten einen Tag lang die Arbeit auf einem echten Bauernhof erleben.

In zwei Gruppen aufgeteilt gingen die Schukis zuerst in den Melkstand. Dort stand eine Holzkuh, an der das Melken von Hand und mit der Maschine geübt wurde. Während die kleineren Kinder erstmal Kaninchen und Hühner fütterten, bekamen auch die Kühe und Rinder eine extra Portion Kraftfutter von den Kindern.

Nachdem auch die Kälber gefüttert waren,
durften alle Kinder auf den Treckern sitzen.

Nach so viel Arbeit hatten auch die Kinder großen Appetit und alle frühstückten gemeinsam draußen in der Sonne.

Anschließend waren alle Kinder froh, dass noch Zeit genug da war, um gemeinsam zu spielen. Die größeren Kinder machten eine Rallye und beantworteten dabei Fragen vom Hof-Rundgang in englischer Sprache. Alle Kinder hatten mit den Heldbergs einen erlebnisreichen Kindergartentag und zu Hause bestimmt viel zu erzählen.

LandFrauen auf Inseltour

11.06.2015

Frische Seeluft für die Seele

Die Visselhövede LandFrauen haben einen Tagesausflug auf die ostfriesische Insel Baltrum unternommen. Bei bestem Wetter und einer frischen Briese Wind konnte jede LandFrau den Tag auf der Insel selbst gestalten.

So erkundeten einige Frauen die Inselorte Westdorf und Ostdorf. Andere mieteten sich einen Strandkorb am Strand und wieder andere umrundeten die Insel sogar zu Fuß. Auf der Insel fahren keine Autos und auch sonst wirkt sie fast wie im Dornröschenschlaf.

Gepäck und Warentransporte werden mit Pferdefuhrwerken, Handwagen oder mit dem Fahrrad erledigt.

RUHE PUR!

Für einen Tag die frische Seeluft riechen, das Wellenrauschen hören und den Wind in den Dünen spüren. Mit einem Fischbrötchen für die Rückfahrt in der Hand gingen viele LandFrauen wieder auf die Fähre, die uns nach Neßmersiel aufs Festland brachte.

Fahrradtour nach Bellen

13.05.2015 

Mit dem Fahrrad auf Entdeckertour

Mit über 50 LandFrauen starteten wir bei schönem Wetter am Marktplatz zu unserer diesjährigen Radtour nach Bellen. Unser Ziel war der WIDU Mühlenbau der Familie Wiederhold.

www.wiederhold-muehlenbau.de

Mit viel Handarbeit werden Getreidemühlen aus Holz hergestellt. Liebevoll wird Kiefer- Buche- und Birkenholz viele Male gehobelt und geleimt, bis die Mühle mit einem Mahlwerk aus Naturbasalt und Magnesit versehen und überwiegend über Internet verkauft wird. In Zeiten von vielen Allergien ist es voll im Trend, sein eigenes Brot wieder selbst zu backen.  Das Bio Getreide wie Dinkel, Weizen und Roggen, kann ebenfalls dort bezogen werden. Alte Getreidesorten, wie Emmer,  baut Udal Wiederhold selbst an.

auf der naturbelassenen Wiese

Außerdem konnten wir die ca. 80 Bentheimer Schweine des Naturlandbetriebes ansehen. In ganzjähriger Freilandhaltung wachsen die Schweine in verschiedenen Gruppen ein Jahr lang heran, bis sie mit knapp 100 kg schlachtreif sind. Zuchtsauen und Eber sorgen draußen das ganze Jahr für Nachwuchs. Beeindruckend ist die soziale Ordnung der Tiere untereinander und das friedliche Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

Man sieht's: sie fühlen sich sauwohl

Durch Wald und Flur führte unsere Radtour weiter zur Grillhütte nach Rosebruch, wo zum Abschluss lecker Gegrilltes auf uns wartete. 

Abendwanderung zur Walpurgisnacht

Die Laternen werden angezündet

Abendwanderung am 30.04.2015

Walpurgisnacht – Nacht der Hexen? Wir LandFrauen haben uns an diesem besonderen Abend zu einer Abendwanderung mit Stadtführerin Almuth Quehl aufgemacht. Ausgerüstet mit Laternen ging es rund um die Visselseen.  Leuchtend rot ging die Sonne unter oder war es das Hexenfeuer im Krähenheister beim Hexentanzplatz? Man weiß es nicht genau.

ein Hexenfeuer?

Frau Quehl wusste viele Märchen und Geschichten aus unserer Gegend aus früheren Zeiten zu berichten. Ein Bauer wurde von einer Hexe so verwünscht, dass er krank wurde. Erst als sie bei ihrem Hexenzauber beobachtet wurde und alle im Dorf davon Kunde bekamen, verlor sie ihre Hexenmacht.
Die Geschichte vom bösen Visselgeist, dem Nöck, und der schönen Königstochter , von der Ellernmagd im Moor, dem Raubritter vom Bullensee, den hellen Reitern in den Raunächten und den Zwergen, die unter Baumwurzeln im Zwergenland lebten, machten die Wanderung spannend und ein wenig gruselig. Natürlich durfte die Legende vom jungen Mann, der auf dem Hexentanzplatz im Krähenheister das Fürchten lernte, nicht fehlen.

In Dunkelheit, nur mit kleinen Laternen beleuchtet, erlebten wir die Wege an den Visselseen und im Wald ganz neu. Froh, in heutiger Zeit zu leben, hatten wir viel Spaß bei der letzten wahren Begebenheit vom Raub der Kriegskasse in Napoleons Zeiten.   

Wir schweißen kleine Gartenstecker

LandFrauen kreativ:

21.03.2015

Wenn bei den LandFrauen die Funken fliegen......

entstehen in Visselhövede kleine Gartenstecker. Die  Firma Bressel und Lade in Schwitschen bot den Frauen erneut an, die Technik des Schweißens kennen zu lernen. Bernd Cordes und Robert Huxol erklärten genau, wie Schutzgasschweißen funktioniert und wie wichtig das Schutzschild ist, um ein Verblitzen der Augen zu verhindern. Mitarbeiter der Firma hatten verschiedene Motive per Laser aus Stahlblech ausgeschnitten. Unter fachkundiger Anleitung und mit gegenseitiger Hilfe wurden die Motive mit der Flex geglättet und entgratet, der Rundstahl zugeschnitten und angespitzt.  

Nachdem alle Frauen an kleinen Blechstücken geübt hatten eine Schweißnaht zu ziehen, wurden die Motive mit dem Rundstahl verschweißt. Eulen, Schmetterlinge, große und kleine Hasen, Tannenbäumchen und Blüten verzieren nun die Gärten der LandFrauen.

alle freuen sich über die tollen Ergebnisse

Jahreshauptversammlung

04.03.2015

Mit dem Fahrrad von St. Petersburg bis Tallin

Nach unserer Jahreshauptversammlung hörten wir einen Reisebericht von Rainer Bassen aus Westervesede. Er war mit seinem Fahrrad von Helsinki über St. Petersburg nach Tallin unterwegs. Zuerst stellte er uns sein Fahrrad vor. Der Inhalt seiner Packtaschen musste genau geplant und gepackt werden, jedes Kilo zählt. Von Socken, Netzkabel, Reparaturset und Visum über Landkarten und kleinem Zelt bis zum Sprachkurs für Russisch musste vieles in der Vorbereitungsphase bedacht werden. Nach der Landung in Helsinki startete die Radtour durch das fahrradfreundliche Finnland. Vorbei an vielen Sägewerken zeigte sich das Land steinig und felsig. Die Orientierung fiel leicht, da finnisch der plattdeutschen Sprache ähnelt. Nach dem Grenzübertritt nach Russland  war es sehr hilfreich, das kyrillische Alphabet gelernt zu haben, um sich an den Schildern zu orientieren. Für die tägliche Versorgung mit Essen fanden sich viele Kioske, wo alles Mögliche zu erwerben war. Die Begegnungen mit den Menschen waren interessant und herzlich, auch wenn sich die Übernachtungen manchmal recht abenteuerlich gestalteten und Begegnungen mit der Obrigkeit nicht immer angenehm waren. Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein öffnet Blicke hinter die schönen Touristenfassaden. Das Herzklopfen legte sich, als er Estland erreicht hatte. Das Land mit vielen kleinen alten Höfen zeigte sich sehr romantisch, und die Esten als fantasievoll, z.B. wurde ein alter Bus zu einem Gewächshaus umfunktioniert. Beeindruckend waren auch die vielen Störche in den naturnahen Landschaften. In Tallin endete die Reise. Mit den vielen Bildern hat Rainer Bassen uns mitgenommen auf die Reise rund um den finnischen Meeresbusen. In Gedanken fuhren wir auch bei Regen und Sonnenschein die Wege entlang und hatten einen abenteuerlichen Nachmittag.

Rainer Bassen mit seinem voll bepackten Fahrrad und Vorstandsmitgliedern

"Ostereier fantasievoll gestalten"

LandFrauen kreativ:

21.02.2015

Ostereier fantasievoll gestalten

Eine ganz besondere Art der Ostereiergestaltung lernten wir LandFrauen von Grazyna Wiesendahl. Sie zeigte uns, wie in ihrer Heimat Polen die Ostereier gestaltet werden. Dazu wurden weiße Eier hartgekocht, wobei darauf zu achten ist, dass die Eier heil bleiben, mit Rissen sind sie nicht zu gebrauchen. Dann wird Bienenwachs erhitzt und im flüssigen Zustand mit einem Stecknadelkopf an einem kleinen Bambusrohr in schönen Mustern auf die Eier aufgetragen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mit kalten Eierfarben werden die Eier eingefärbt. Um das Wachs wieder zu entfernen hält man die Eier seitlich an eine Kerze und entfernt das flüssige Wachs mit einem Küchenkrepp.

Nun leuchten die schönen Muster auf den dekorativen Eiern. Dann heißt es essen verboten, denn die Eier trocknen innen ein und sind über Jahre haltbar.

Energiewende

Cord Remke von der LEB Nienburg

11.02.2015

Die Energiewende, eine technische und gesellschaftliche Herausforderung

Um das Jahresthema des NLV aufzugreifen hatten wir Cord Remke eingeladen, um zu diesem Thema zu referieren. Er ist Leiter der LEB in Nienburg und beschäftigt sich schon seit den 1980er Jahren mit erneuerbaren Energien. Damals ließ er das erste privat finanzierte Windkraftrad auf seinem Resthof errichten, legte seinen Gasanschluss still und stellte auf Holzheizung und Solaranlage um. Es gibt keine Patentlösung, sondern, je nach Machbarkeit, individuelle Lösungen. Die LEB bietet Fortbildungen an für Biogasbetreiber zum Energie- und Klimaschutzmanager. Am Beispiel des LK Goslar wurde dargestellt, wie die Energiewende auch die Wirtschaftskraft stärkt. Bei bisherigen Ausgaben von 200 Millionen für Energie würden bei 100% erneuerbaren Energien aus eigenen Quellen 130 Millionen zurückfließen in die Wirtschaft. Zweitens gilt es die Versorgung dauerhaft zu sichern. Mit der Industrialisierung stieg der Verbrauch aus fossilen Quellen sprunghaft an, irgendwann sind diese Ressourcen erschöpft. Deshalb sollten wir uns auf erneuerbare Energiequellen konzentrieren. Das wird auch das Konfliktpotenzial mit den armen Ländern mindern. Auch gilt es den Klimawandel zu begrenzen, um die  Erderwärmung bei max. 2 ° C zu halten. Das vorgegeben Ziel ist es bis 2050 die Treibhausemissionen um 85-95% zu senken. Nach der Energiewende muss der Energiewechsel erfolgen. Wie wird es in Zukunft aussehen? Alle Neubauten werden andere Heizquellen haben, ältere Gebäude sollten gut isoliert werden. Windkraftanlagen werden ganz normal zum täglichen Bild gehören genauso wie die Energiepflanzen. Jeder wird betroffen sein. Erfolg ist nur gemeinschaftlich möglich. Es braucht Einsicht zur Notwendigkeit und Verständnis für die Aussicht auf neue Chancen. Die erneuerbaren Energien haben natürlich auch ihre Grenzen. 50% der benötigten Energie können gedeckt werden. 50% müssen eingespart werden, 22% durch Wärmedämmung, 16% durch Elektroantrieb und 13% durch Verlängerung der Produktnutzungsdauer, weg von ex und hopp hin zu Nachhaltigkeit. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es der Unterstützung durch die Politik. Es muss ein Markt geschaffen werden, um die Produkte auch erschwinglich zu machen, siehe Elektroautos. Es muss eine Reform zur Strommarktordnung stattfinden, weg von wenigen großen Energieherstellern zu vielen kleinen. Im Strombereich haben wir schon 25% erreicht, aber nichts im Fahrzeugbereich und nichts im Wärmebereich. Und jeder und jede kann mithelfen Energie sinnvoll zu nutzen, in Zukunft läuft die Waschmaschine, wenn die Sonne scheint und der eigene Strom vom Dach kommt.

Frühstücksversammlung

Karin Vorländer

24.01.2015

"Männer machen Geschichte, Frauen machen sauber?" 

Zu diesem Thema referierte Karin Vorländer bei unserer Frühstücksversammlung. Warum spielen Frauen in der Geschichte so wenig eine Rolle? Dabei haben Frauen doch viele Dinge erfunden, die für das Leben der Menschen wichtig waren, z.B. Stoffe, Haushaltsschalen, den Kunstdünger usw. Frauen wurden aus der Geschichte weggeschwiegen. Tut sich etwas, hat sich in heutiger Zeit etwas geändert? Nicht kampflos erwarben die Frauen 1918 das Wahlrecht, nach dem 2. Weltkrieg wurde im neuen Grundgesetzt im Artikel 3 Absatz 2 verankert, dass Männer und  Frauen gleichberechtigt sind. Dieses Grundrecht in die Tat umzusetze dauert bis heute an. Immer noch bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn. Und weltweit? Frauen leiden immer noch unter Unterdrückung, Gewalt und Demütigungen.
Mädchen und Frauen haben die besseren Schulabschlüsse, die besseren Noten in Ausbildung und Studium. Warum nutzen wir das so wenig? Wir müssen anfangen unsere Arbeit wertzuschätzen, wir sind nicht „nur Hausfrau“ sondern Manager kleiner erfolgreicher Familienunternehmen. Wir Frauen haben viel Einfluss auf die Wirtschaft, wir machen Politik mit dem Einkaufswagen. „Ich tue, was ich kann, dass die Geschichte, wie sie war, verantwortungsvoll neu gestaltet wird“. Wir geben Werte an die nächste Generation weiter, was und wie wir leben, unsere Einstellung prägt Kinder und Enkel, wir geben ihnen Wind unter die Flügel. Wir haben Verantwortung für mündige Erwachsene und einfühlsame Männer und aktive selbstbewusste Frauen. Familie, Karriere, gesellschaftliche Anerkennung, alles unter einen Hut? Ist Karriere um jeden Preis erstrebenswert? Was ist es uns wert, Zeit zu haben für Kinder, Nachbarn, Freunde? Das Heute ist wichtig, kein Neid, kein Grollen, sondern unterstützen und Liebe geben, Männer und Frauen teilen ihre Lebenszeit. Die neuen Männer glänzen durch Anwesenheit, entdecken dass es mehr gibt als nur Arbeit. Weniger ist mehr…! Brauchen wir alles, was wir haben? Immer höher, weiter, schneller? Wie kommen wir davon weg? Wir sind auf dem Weg. Wir LandFrauen setzen uns ein, mit Gefühl, Leidenschaft, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit. Jede Frau und jeder Mann kann etwas Kleines verändern.
Wir Frauen können Geschichte machen.

Taschen nähen aus altem Leinen

LandFrauen kreativ:

10.01.2015

Meine Tasche ist selbst genäht!

Aus Tradition modern, aus Traditionellem etwas Modernes machen. Dieses Motto wollten wir umsetzen. Ob aus einem alten bestickten Kopfkissen, altem karierten Leinen oder das gewebte Handtuch mit Omas Monogramm, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. 

Mit viel Elan und Geduld haben wir außergewöhnliche Taschen für den täglichen Gebrauch gefertigt. Hier einen Reißverschluss setzen, dort eine Innentasche einnähen und vielleicht noch eine kleine Öse für den Haustürschlüssel. Spontan noch eine Bordüre angenäht oder einen auffälligen Knopf gesetzt, so wurde jede Tasche zu einem Unikat. Janine Spindler, unsere Hobbyschneiderin, beantwortete geduldig jede Frage, gab hilfreiche Tipps und Ratschläge bei der Herstellung jeder einzelnen Tasche.

So wurden aus nichtgenutzten „Rumliegern“ sehr schöne Unikate, die jetzt gebraucht werden. Ein geselliger und kreativer Nachmittag ist für alle Teilnehmerinnen viel zu schnell vorüber gegangen.